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Montag, 12. Juni 2017

Lošinj - Kroatische Karibik

Ich bin immer noch auf der wunderschönen Insel Lošinj!

Gestern hatte ich ja schon die Inselhauptstadt Mali Lošinj erkundet, daher wollte ich mir heute 'mal den etwas kleineren und angeblich ebenso sehenswerten Ort Veli Lošinj näher ansehen. Er liegt nur ein paar Kilometer entfernt, und man kann auf einem wunderschön angelegten Wander- und Fahrradweg direkt am Meer entlang dorthin gelangen.

Nach dem Frühstück fuhr ich zunächst wieder etwas auf dem Campingplatz herum, denn ich hatte mir hier noch nicht alles angesehen. Der etwa 6.500 qm große Aquapark etwa mit seinen sechs verschiedenen Becken, abenteuerlichen Rutschen, Pool-Bars usw. würde jeder deutschen Stadt gut zu Gesicht stehen. Es gibt außerdem Surf- und Tauchschulen, Sportplätze aller Art, Indoor-Spielanlagen für Kinder, einige Restaurants, einen gut sortierten Supermarkt, mehrere Kiosks und sogar per Münzeinwurf bedienbare Kühlschränke!

Danach verließ ich den Platz, fuhr um Mail Lošinj herum bis an die Küste und traf dann auf den oben erwähnten Fahrradweg nach Veli Lošinj. Die Küstenlinie verläuft dort nicht etwa in einer Linie bis nach Veli Lošinj, sondern formt viele kleine und größere Buchten, so dass sich alle paar Minuten neue Blicke eröffnen.

Ich hatte ja schon erwähnt, dass mir mittlerweile die Superlative ausgegangen sind, aber was ich hier zu sehen bekam, hätte ich wirklich nicht erwartet! So muss es in der Karibik aussehen (ich war leider noch nie dort)! Traumbuchten mit türkisfarbenem Wasser, auf dem die kleinen Boote förmlich zu schweben schienen, abwechslungsreiche Vegetation auf den umliegenden Hügeln, bunte Häuschen, unzählige Bademöglichkeiten, teils steinig, teils aber auch mit Sand und Kies, alles in allem einfach überwältigend schön! Ich bin ziemlich sicher, dass ich mein Fahrrad die überwiegende Zeit auf diesem Abschnitt geschoben habe, denn längeres Fahren war wegen der vielen Fotos, die ich machen wollte, gar nicht möglich! Aber seht selbst:










In so einer Kulisse lässt es sich doch nun wirklich aushalten, oder?




Kurz vor Veli Lošinj traf ich auf einige Ferien- und Hotelanlagen mit eigenen Badeständen oder -anlagen, die allesamt natürlich komplett ausgebaut sind. Trotzdem darf man auch hier durchfahren bzw. gehen.




Schließlich sah ich nach einer Biegung das erste Mal  auf den kleinen Ort, der für heute mein Ziel war. Die winzige Bucht mit dem Hafen war noch deutlich kleiner als die der großen Schwesterstadt, und hier gefiel es mir wieder auf Anhieb sehr gut!  


Den Rest der Strecke ging ich wieder zu Fuß; es ging hier sowieso jetzt etwas steil hinab und ich traf auf immer mehr Spaziergänger. Der tatsächlich sehr kleine Ort mit den vielen bunten Häusern hat nur etwa 900 Einwohner, die fast ausschließlich vom Tourismus leben. 




In den engen Gässchen findet man jede Menge Restaurants, Eis-Cafés, Souvenirläden und natürlich auch... Schatten! Mittlerweile war es schon wieder so heiß, dass ich sehr froh darüber war!




Hier legte ich, unterhalb einer Kirche und dort, wo teure Jachten an- und ablegten, eine kleine Pause (Proviant und Wasser hatte ich mir mitgenommen) ein und verließ danach diesen wunderschönen Ort, um wieder nach Mali Lošinj zu fahren, dieses Mal allerdings auf der Landstraße, die beide Orte verbindet. Hier musste ich mich plötzlich mit einigen schlimmen Steigungen abquälen, die es an der Küstenlinie natürlich nicht gegeben hatte. Dort angekommen, fuhr ich durch den gesamten Ort bis zu seiner Nordwest-Spitze; ich wollte mir später noch einen Teil der Küstenstraße anschauen, auf der ich gestern mit dem Wohnmobil gekommen war.

Ich fand hier eine kleine, fast menschenleere Bucht, die zum Baden einlud! Mittlerweile konnte selbst ich nicht widerstehen, und da ich dieses Mal vorsorglich Badesachen mitgenommen hatte, nahm ich auch ein super erfrischendes Bad!


Danach fuhr ich weiter Richtung Nordwesten, hatte wieder traumhafte Ausblicke auf das Meer und kehrte dann aber irgendwann um, um wieder zurückzufahren; leider gab es keine Möglichkeit, die Tour über eine andere Strecke zu beenden.

Ich fuhr also wieder durch den Ort, genehmigte mir in einem Eiscafé noch einen leckeren Eisbecher (ein "Traum" von Melone!) samt Kännchen Kaffee und erreichte schließlich gegen 14:00 Uhr wieder meinen Campingplatz. Ich entschied mich kurzerhand, dass mein Tagespensum damit erfüllt sei, und verbrachte den Rest des Tages mit dieser allseits beliebten, anstrengenden italienischen Tätigkeit, wie heißt die noch gleich...? Ach ja, Dolce Farniente...

Kommentare:

Roland Brunn hat gesagt…

Hallo Wolfgang,
bei deinem Bericht und mit den wunderbaren Fotos von dem fantastischen Wasser und dem heimeligen Ort läuft einem das Wasser im Mund zusammen...meistens passiert einem das wenn man etwas tolles zum Essen sieht :-)
VG Roland

Wolfgang Kölln hat gesagt…

Ein guter Vergleich, Roland ;-) Die Insel Lošinj mit den beiden hübschen Orten ist übrigens mein absoluter Favorit...