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Freitag, 31. März 2017

Fazit Keukenhof

Nachdem ich heute morgen noch schnell in Haltern am See vollgetankt hatte, fuhr ich die restliche Strecke bis nach Pinneberg ohne nennenswerte Ereignisse und wieder bei schönem Wetter; gegen Mittag traf ich hier ein.

Es wird euch sicher nicht wundern, dass mir auch diese Reise sehr gut gefallen hat. Das Wetter war im Schnitt deutlich besser, als ich gehofft hatte, und meine beiden Hauptziele, der Keukenhof und die Mühlen bei Kinderdijk, waren jede Minute wert!

Überhaupt ist Holland ein echt tolles Wohnmobil-Reiseziel für mich, wie ich ja schon im letzten Jahr während meiner Amsterdam-Reise Mitte März feststellen durfte. Nicht allzu weit von zuhause entfernt, sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen, ein "Paradies" für Fahrradfahrer und immer nahe oder direkt am Meer! Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch; Zeeland und Texel möchte ich sehr gern 'mal kennenlernen, aber auch das quirlige Amsterdam werde ich mit Sicherheit schon bald wieder besuchen...

Wie immer, hier noch ein paar "technische Daten":

Steckbrief Keukenhof
Dauer inkl. Hin- und Rückreise: 6 Tage
Strecke: 1142 Kilometer
Diesel: 105,5 Liter zu 120,92€ (im Schnitt 1,146€ pro Liter)
Verbrauch: 9,2 Liter auf 100 Kilometer
Übernachtungen: 5 zu 70,00€ (im Schnitt 14,00€ pro Übernachtung)
Kosten: 212,-€ (für Diesel, Übernachtungen, Tickets)



Donnerstag, 30. März 2017

Die Windmühlen von Kinderdijk

Hollands wohl bekannteste Windmühlen stehen in der Nähe von Kinderdijk, einem kleinen Ort rund 15 Kilometer südlich von Rotterdam entfernt. Die 19 noch sehr gut erhaltenen Mühlen stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden vor genau 20 Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

So eine Sehenswürdigkeit wollte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen, wenn ich schon 'mal in der Nähe war. In Alblasserdam, einem weiteren Ort, der nur einige Kilometer von den Mühlen entfernt liegt, gibt es einen Wohnmobilstellplatz, den Camperpark Kinderdijk, den ich mir als nächsten Übernachtungsplatz ausgewählt hatte. Die Fahrt dorthin, etwa 74 km, dauerte nur eine knappe Stunde. 

Ich kam dort gestern kurz nach der Mittagszeit an, suchte mir einen Platz aus und checkte dann im Office ein, einem umgebauten Container; hier wurde ich von einem überaus netten Betreiber herzlich willkommen geheißen! Die Übernachtungsgebühr betrug 15,- Euro, für einen Platz in unmittelbarer Nähe zu Rotterdam, das man von hier aus übrigens ganz leicht per Schnellboot erreichen kann, völlig in Ordnung. 

Das folgende Foto zeigt den parkplatzähnlichen Camperpark vom Ufer eines gegenüberliegenden Kanals aus; wie man sieht, war er zu diesem Zeitpunkt schon recht gut besucht. Gegen Abend gab's nur noch wenige freie Plätze.



Da ich den bereits etwas fortgeschrittenen Tag nicht mehr für die Radtour zu den Windmühlen verwenden wollte, beschränkte ich meine weiteren Aktivitäten auf einen ausgedehnten Spaziergang durch den Ort Alblasserdam, der allerdings nicht besonders viel bietet. Daher gibt's an dieser Stelle auch keine Fotos.

Heute morgen, nach einer sehr ruhigen Nacht und einem guten Frühstück, startete ich dann meine Bike-Tour nach Kinderdijk und zu den Windmühlen. Das Wetter war zwar nicht ganz so schön wie an den Tagen in Noordwijk, aber immerhin ganz ok!

Vor Ort angekommen, musste ich notgedrungen erst einmal den Vorderreifen meines Fahrrads flicken; ich war kurz zuvor über eine Art Schotterpiste mit sehr spitzen Steinen gefahren und vermutete dies als Ursache für den "Platten". Tatsächlich fand ich aber eine wirklich fiese Schraube, die so tief im Profil steckte, als wüsste sie gar nicht, wo sie sonst sein sollte.

Während meiner schweißtreibenden Arbeit kam ein japanisches Rentner-Ehepaar vorbei; sie gehörten zu einem Kreuzfahrtschiff, das am Fluss angelegt hatte, und kehrten gerade von einem Spaziergang an den Mühlen zurück. Wir kamen etwas ins Gespräch und die beiden freuten sich "wie Schneekönige", weil ich zufällig mit ein paar Brocken Japanisch aufwarten konnte... ;-) Schließlich war ich endlich fertig und setzte meine Tour fort.

Die Wasserwege, die auch die Polder voneinander trennen, unterteilen die Mühlen in mehrere Gruppen:
  • Auf dem Nederwaard-Polder befinden sich acht runde Mühlen aus roten Ziegelsteinen, die alle 1738 erbaut wurden.
  • Auf dem Overwaard-Polder befinden sich acht achteckige Mühlen aus Holz direkt am Wasserweg sowie drei ähnliche Mühlen etwas weiter im Inneren des Polders. Bis auf eine der Mühlen wurden alle 1740 erbaut.
  • Auf dem Polder Blokweer schließlich befindet sich nur eine einzelne Mühle aus Holz, die Blokweerse Molen. Sie ist auch unter dem Spitznamen De Blokker bekannt. Sie fiel öfters Bränden zum Opfer, zuletzt 1997. Seit 2001 ist die Mühle wiederaufgebaut und restauriert. Diese Mühle ist auch die einzige aus der Gruppe, bei der sich das Schaufelrad außerhalb der Mühle befindet und so von außen sichtbar ist.
Heutzutage haben Pumpen (zuerst Dieselpumpen, heute Elektropumpen) die Arbeit der Mühlen übernommen.

Die folgenden neun Fotos zeigen einige der meiner Ansicht nach sehr fotogenen Mühlen, teilweise auch mehrfach, aber dann aus unterschiedlichen Positionen; alle Wege hier konnte ich bequem mit dem Fahrrad befahren.



























Nach meiner Rückkehr zum WoMo-Stellplatz in Alblasserdam entschied ich mich, weil es noch relativ früh war, schon heute meine Heimreise anzutreten. Also, schnell alles vorbereiten, Navi programmieren und los ging's.

Ich bin nun ein paar Stunden unterwegs gewesen; zurzeit stehe ich auf einem sehr schönen Wohnmobilstellplatz neben dem Freizeitbad Aquarell in Haltern am See, einer kleinen Stadt im nördlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen; die Sonne scheint und ich genieße den schönen Abend. Morgen fahre ich dann die restliche Strecke bis nachhause...

Dienstag, 28. März 2017

Zu Besuch in Katwijk

Nach meinem gestrigen Besuch im Keukenhof stand mir heute noch ein weiterer Tag zur Verfügung, den ich wieder 'mal für eine etwas längere Radtour ausnutzen wollte. Ich stehe jetzt immer noch auf dem Campingplatz Op Hoop van Zegen, fahre allerdings morgen früh weiter.

Als Ziel für meine heutige Tour habe ich mir den Ort Katwijk ausgesucht. Katwijk hat fast 65.000 Einwohner auf nur 19 km² und ist damit eine der am dichtesten besiedelten Gemeinden Hollands. Die Nordseestadt ist ein vor allem bei deutschen Touristen beliebter Badeort mit einem sehr breiten Sandstrand; der Tourismus ist daher auch ihre Haupterwerbsquelle. Es gibt aber auch eine Hochseefischereiflotte und fischverarbeitende Betriebe.

Vom Campingplatz aus fuhr ich, weil es auf der direkten Strecke lag, zunächst nach Noordwijk, das ich ja schon vorgestern besucht hatte, danach ging es weiter nach Katwijk und zum Strand. Dort traf in als erstes auf einen markantes Denkmal, das den zwischen 1900 und 2000 ertrunkenen Seeleuten gewidmet ist; hier sind auf sechs getrennten Stahlplatten die Namen aller Opfer eingestanzt.



Beim Anblick des breiten und sauberen Strands wird einem schnell klar, warum dies ein beliebter Badeort sein muss; jetzt, am  Dienstagmorgen, war hier allerdings trotz des schönen Wetters so gut wie niemand zu sehen, daher fuhr ich auch kurz darauf in die Stadt hinein.



Das nächste Foto zeigt den Prins Hendrikkanaal, der in den Oude Rijn (ein Überbleibsel des früheren Rheins) mündet; hier kann man entspannt bummeln und den Freitzeit- oder auch Berufskapitänen bei ihrer Arbeit zusehen. Auch einige Restaurants und Cafés sind dort zu finden. 






Danach habe ich die Fußgängerzone aufgesucht und mir dort, das Fahrrad meistens schiebend, alles ausführlich angesehen; hier herrschte deutlich mehr Betrieb als am Strand! Ein paar Mitbringsel (Tulpenzwiebeln, Käse und einiges mehr) konnte ich auch noch günstig erstehen. Danach legte ich eine kleine Pause ein und verschlang ein wirklich leckeres Matjesbrötchen; später erledigte ich noch einen kleineren Einkauf beim örtlichen Lidl. Schließlich fuhr ich wieder zurück zum Strand und dann zum Ortsausgang Richtung Noordwijk. 








Während meine Hinfahrt einige Kilometer vom Meer entfernt verlief, wollte ich jetzt, falls machbar,  so nah wie möglich am Strand zurück nach Noordwijk fahren. Das gelang mir auch; ein sehr reizvoller Radweg führte direkt durch die imposante Dünenlandschaft in den Nachbarort.



Jetzt war es gleich geschafft, im Hintergrund sind bereits die Hotels von Nordwijk zu sehen; danach ist es nur ein relativ kurzes Stück zurück bis zum Campingplatz...



Ich war bereits gegen Mittag wieder am Wohnmobil, obwohl die gesamte Tour doch immerhin 30 km lang war. Den Rest des Tages verbrachte ich ausnahmsweise 'mal in oder am Wohnmobil; auch dort gibt's ab und an so einiges zu tun...

Montag, 27. März 2017

Tulpenblüte im Keukenhof

Ich war sehr erleichtert, als ich nach dem Aufstehen feststellte, dass ich mich auch heute wieder über superschönes Wetter freuen durfte; ein Besuch auf dem Keukenhof bei komplett bewölktem Himmel, womöglich sogar noch bei Regen, wäre auch eine ziemlich "gruselige" Vorstellung für mich...

Natürlich fuhr ich auch heute wieder mit dem Fahrrad; bis zum Eingang des Parks waren es nur ca. 10 "schlanke" Kilometer. Schon unterwegs konnte ich unzählige, riesige Blumenfelder bewundern; hier wird einem sehr schnell klar, was für einen riesigen Stellenwert dieser Wirtschaftszweig für diese Region und für Holland haben muss... 






Am Keukenhof, der erst kurz vorher geöffnet hatte, sah ich, dass sich der riesige Besucherparkplatz so langsam, aber sicher füllte; etwas abseits stand bereits eine äusserst beeindruckende Anzahl großer Busse. Nach meiner Einschätzung waren etwa 70% der Besucher, die ich hier und auch im Park sah, Asiaten. Mein Fahrrad parkte ich auf einem speziell für Fahrräder vorgesehenen Areal, wo (gefühlt) bereits Hunderte von Fahrrädern standen; wir sind hier ja schließlich auch in Holland!

Der Keukenhof, zu deutsch Küchengarten, wurde bereits 1949 von einer kleinen Gruppe von Blumenzwiebelzüchtern als Frühlingsblumenschau eingerichtet, die ihnen die Gelegenheit gab, ihre Pflanzen vorzustellen. Hauptthema sind hier natürlich Tulpen, von denen jährlich ca. 4,5 Millionen Zwiebeln von Hand gepflanzt werden!



Die Eintrittskarte kostete 16,- EUR, etwas günstiger, als der normale Preis, da es auch hier wieder eine Ermäßigung für Rentner gibt. Gleich hinter dem Eingangsportal erwarteten den Besucher zwei hübsche junge Meiskes in traditionellen Trachten; die Leute standen hier in einer langen Schlange, um sich mit den beiden fotografieren zu lassen.



Nun war es aber an der Zeit, den 32 ha großen Park zu erkunden. Man bekommt einen Übersichtsplan und stellt sofort fest, dass es doch sehr viele Möglichkeiten gibt, die insgesamt 15 km(!) Spazierwege "abzuarbeiten"; eine Art Rundweg, auf dem man so ziemlich alles zu sehen bekommt, habe ich nicht gefunden. Also ging ich, ohne jeden Plan, einfach drauflos und fotografierte, was das Zeug hielt!

Alle Wege, Beete, Gebäude, Brücken, Wiesen und Bäche waren absolut vorbildlich gepflegt; solch eine schöne Anlage habe ich selten in meinem Leben gesehen! Im Sommer, wenn die Bäume Blätter tragen, muss es noch deutlich schöner aussehen, aber um die Jahreszeit ist der Park ja leider schon wieder geschlossen!









Das gesamte Gelände ist so groß, dass sich die vielen Besucher, die ich vor den Kassen und im Eingangsbereich gesehen habe, sehr schnell verteilten; man ist zwar nie allein, empfindet auf der anderen Seite aber auch niemals das Gefühl, von Menschenmassen umgeben zu sein. 












Alle Blumenbeete hier vorzustellen, ist natürlich nicht möglich. Ich habe bisher noch niemals so viele Blumen gesehen wie hier, weder was die Anzahl der Blumenarten noch ihre schier unüberschaubare Anzahl von Exemplaren von Blumenarten anbelangt; hier eine winzige Auswahl:















Wenn man an einem Ort ist, an dem viele Menschen fotografieren, sind fotografierende Menschen natürlich auch immer wieder ein interessantes Fotomotiv, für mich jedenfalls. Erst recht heutzutage, wo fast jeder, der keine Fotokamera dabei hat, über ein Smartphone verfügt. Ich würde gern 'mal wissen, wieviele Selfies z.B. hier so pro Tag gemacht und verschickt werden; das geht bestimmt in die Hunderttausende... ;-)



Fotos müssen natürlich auch begutachtet, herumgezeigt, bequatscht und endlich versendet werden; beste Beschäftigung bei einer kleinen Pause auf dem schönen Rasen... 



Für ein perfektes Selfie ist kein Aufwand zu groß; hier muss schließlich alles stimmen... ;-)



Diese junge Lady genießt die hübschen und offensichtlich gut duftenden Blumen auf ihre ganz besonderes Art...



Und diesen beiden Klompen, geschätzte Größe 75, kann offensichtlich auch niemand widerstehen; das ergibt lustige Fotos...  



Ensembles dieser Art gibt's hier sehr viel zu sehen, so manches finde ich allerdings auch etwas übertrieben:



Und eine solches Exemplar darf im Land der Windmühlen natürlich auch nicht fehlen! Sehr fotogen...



Insgesamt hielt ich mich etwa drei Stunden im Park auf, bevor ich meine Fahrradtour fortsetzte und in einem großen Bogen wieder zum Campingplatz zurück radelte; das Wetter war immer noch perfekt und ich genoss diese schöne Gegend in vollen Zügen!

Zurück bei "Hannelore", gab's zunächst wieder die obligatorische Kaffeepause, ein "Muss" bei mir, in der ich schon 'mal ein paar der etwa 3 Millionen Fotos, die ich heute gemacht habe, aussortierte... ;-)



Der heutige Sonnenuntergang war zwar nicht ganz so spektakulär wie gestern, konnte sich aber auch durchaus sehen lassen. Heute werde ich wohl recht zeitig schlafen gehen und mit Sicherheit von Blumenzwiebeln träumen... ;-) 




Sonntag, 26. März 2017

Noordwijk? Nie gehört!

Ich bin schon wieder unterwegs! In vier Wochen bereits vier Kurzreisen; so gefällt's mir... ;-)

Mein neues Ziel ist der Keukenhof in der Nähe der kleinen holländischen Stadt Lisse, etwa 30 km südwestlich von Amsterdam. Diese weltberühmte Gartenanlage hat nur acht Wochen pro Jahr geöffnet, und zwar zur Tulpenblüte. Während dieser Zeit kommen etwa 800.000 Besucher, die meisten davon aus dem Ausland.

Schon seit vielen Jahren hatte ich mir vorgenommen, dort einmal hinzufahren; für mich als Hobbyfotografen bedeutet die üppige Blumenpracht, die ich dort erwartete, natürlich ein Fest! Ob diese Erwartungen tatsächlich auch erfüllt werden, sehe ich dann morgen.

Schon zuhause habe ich mir überlegt, wo ich wohl übernachten könnte! Einfache Park- oder Stellplätze sind dort in der Nähe so gut wie gar nicht vorhanden, jedenfalls meinen Recherchen nach zu urteilen. Es kamen eigentlich nur drei Campingplätze in der näheren Umgebung in Frage; einer davon, der Campingplatz "Op Hoop van Zegen" in der Nähe von Noordwijk sagte mir am meisten zu; ich reservierte also einen Platz im Voraus, allerdings erst einmal nur für eine Nacht! Ich handhabe das eigentlich sehr oft so, denn wenn mir ein Platz wider Erwarten doch nicht gefällt, ziehe ich am nächsten Tag einfach weiter. Falls aber doch, habe ich meistens keinerlei Schwierigkeiten, eine oder mehrere weitere Nächte zu buchen, weil ich dies ja bereits am frühen Morgen erledigen kann, zu einer Zeit also, in der selten schon wieder alles ausgebucht ist.

Meine Anfahrt verlief ohne irgendwelche Probleme. Sonntags zu fahren ist immer eine gute Wahl; auf den Autobahnen ist weniger los als sonst und vor allem gibt's keine oder nur sehr wenige LKW!

Gegen 16:00 Uhr kam ich auf dem Campingplatz an; die sehr enge Anfahrt auf einer Seitenstraße, von der ich vorher schon gelesen hatte, war kein wirkliches Problem, da mir glücklicherweise niemand entgegen kam. An der Rezeption wurde ich überaus freundlich begrüßt; ich fühlte mich auf Anhieb wohl dort und sehr willkommen! Die meisten Holländer haben meiner Meinung nach irgendwie so eine Art "angeborene Lockerheit" an sich, die richtig gut tut!

Ich fuhr auf eine große Wiese und konnte mir meinen Stellplatz aussuchen; es standen zwar schon einige Wohnmobile oder auch Wohnwagen dort, aber es war noch reichlich Platz. Ich stellte mich direkt an das Ende der Wiese an eine Hecke, hinter der ein kleiner Bach entlang plätscherte; die Aussicht auf die umliegenden Felder und Häuser war fantastisch, was natürlich nicht zuletzt auch am herrlichen Wetter lag! Zeit für eine "anständige" Kaffeepause!!!   



Natürlich wollte ich den Rest des Tages nicht so einfach "verplempern", und so kam sofort wieder mein Bike zum Einsatz! Von hier aus waren es ja nur einige wenige Kilometer bis zum 13 km langen Sandstrand und zum Badeort Noordwijk, den ich mir 'mal genauer ansehen wollte. 

Ich war überrascht, einen so breiten Strand hatte ich hier eigentlich gar nicht erwartet! Es waren viele Spaziergänger unterwegs, zum Baden war es natürlich noch viel zu kalt.






Von Ort Noordwijk hatte ich, wenn ich ehrlich sein soll, vorher noch niemals gehört. Bei Wikipedia kann man lesen: "Noordwijk ist ein seit 150 Jahren international bekanntes Seebad". Hmm, bei mir leider nicht, aber das änderte sich ja nun... ;-)

Auffallend war meiner Ansicht nach, dass die gesamte Stadt, vom Strand aus gesehen, sich in einem irgendwie merkwürdigen und gleichförmigen beige präsentierte; im ersten Moment sah es aus, als wären alle Gebäude sehr alt und unmodern, so wie in den 70er Jahren, oder so. Bei näherem Hinsehen allerdings erkannte ich, dass eher das Gegenteil zutraf. Moderne, aber irgendwie doch gewöhnungsbedürftige Architektur, jedenfalls in meinen Augen und überwiegend neuere Gebäude... Der Baustil schien hier offensichtlich angesagt zu sein!









Nach einem kleinen Spaziergang am Strand und ein paar Runden durch die Stadt fuhr ich schließlich wieder zurück zum Campingplatz, aber auf einer anderen Strecke als auf dem Hinweg.

Am Wohnmobil angekommen, genoß ich den Rest dieses wunderschönen Tages; ich konnte sogar, mit einer warmen Jacke "bewaffnet", bis zu Dämmerung draußen sitzen! Zum Abschluss des Tages gab's sogar noch einen spektakulären Sonnenuntergang...