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Mittwoch, 31. August 2016

Rund um Amelinghausen

Als heutiges Ziel und als Übernachtungsplatz habe ich mir wieder 'mal einen öffentlichen Parkplatz, auf dem Wohnmobile explizit erlaubt sind, ausgesucht. Er liegt am Lopausee, einem Stausee östlich von Amelinghausen in der Lüneburger Heide.

Dieser Platz gefiel mir auf Anhieb; er bietet zwar keine Ver- und Entsorgung, keinen Strom, geschweige denn WLAN, kostet allerdings auch nur 5 Euro! Dafür wird aber sehr viel Platz geboten, bis zu 50 Stellplätze auf ebener, grüner Wiese und eine superschöne und vor allem sehr ruhige Lage im Grünen; bis zum Seeufer sind's nur läppische 300 m und zum Ort knapp 1 km!

Und ich stand dort mit meinem Wohnmobil völlig allein, von meiner Ankunft am frühen Morgen bis jetzt am späten Abend; nicht 'mal ein PKW hat sich hier blicken lassen, obwohl auch heute wieder Kaiserwetter herrschte! Das könnte allerdings teilweise auch daran liegen, dass die Bundesstraße B209, die östlich aus Amelinghausen hinaus- und am Lopausee vorbeiführt, zurzeit in dieser Richtung komplett gesperrt war.

Nach meiner Ankunft studierte ich erst 'mal die Info-Tafel, die dort aufgestellt war. Hier erfuhr ich auch, wo ich denn meine 5 Euro für die Übernachtung bezahlen konnte (es gab mehrere Möglichkeiten), denn hier am Platz gab's leider keinen Automaten, geschweige denn ein Kassenhäuschen. 

Also bereitete ich meine heutige Fahrradtour vor; ich hatte eine Strecke von etwa 35 km geplant, die nördlich von Amelinghausen durch verschiedene, kleinere Orte führen sollte; dazwischen lagen immer wieder Heidelandschaften und verschiedene andere Sehenswürdigkeiten.

Ich fuhr zunächst ein kleines Stückchen am See entlang zu einem Café, bei dem ich bezahlten wollte; dort war aber noch geschlossen (immer so früh unterwegs zu sein, hat manchmal eben auch kleine Nachteile, aber die Vorteile überwiegen deutlich...;-). Also fuhr ich jetzt direkt nach Amelinghausen; am Ortseingang gab's eine Shell-Tanke, dort konnte ich meine 5 Euro nun endlich loswerden. Leider musste ich jetzt wieder zurück zum Parkplatz, um die Quittung, die ich erhalten hatte, im WoMo sichtbar anzubringen; das war aber schnell erledigt!

Jetzt ging es aber endlich los; mein erstes Ziel war die Kronsbergheide, der Ort, an dem seit 1950 während des alljährlichen Heideblütenfests der Stadt die Wahl der Heidekönigin zelebriert wird; Jenny Elvers ist übrigens die bekannteste dieser Heideköniginnen. Leider findet dieses einwöchige Fest immer Mitte August statt, war also schon vorbei. Die schöne Landschaft rund um den Kronsberg ist aber auch so richtig sehenswert.



Dienstag, 30. August 2016

Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Wow, die Wettervorhersage stimmte ausnahmsweise 'mal! Die Sonne grinste mir ins Gesicht und die Vögel piepsten aufgeregt um die Wette, als ich heute morgen meine Nase aus dem Wohnmobil steckte. Noch ist es zwar saukalt, aber das wird definitiv ein schöner Tag!

Also, ein paar Millisekunden für die "Katzenwäsche", ein schnelles Frühstück und dann 'rauf auf's Fahrrad! Wie schon erwähnt, wollte ich heute ja eine ähnliche Tour wie gestern machen, nur eben mit mehr Zeit und einer etwas abgeänderten Streckenführung.

Weil es noch sehr früh war, fuhr ich dieses Mal vom Parkplatz in Oberhaverbeck direkt zum Wilseder Berg. Schon die Fahrt dorthin war ein einziger Genuss; die Heideflächen waren fast überall noch mit Tau bedeckt.










Montag, 29. August 2016

Ab in die Heide...

Für den letzten Kurztrip vor meiner Frankreich-Reise Anfang September hatte ich ursprünglich eine Fortsetzung meiner "Ostseeküstenexpedition" in Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen, hab' mich dann aber kurzfristig doch noch anders entschieden; genau jetzt, Ende August, blüht nämlich die Lüneburger Heide!

Ich war in meinem Leben schon so oft dort, aber erstens immer nur sehr kurz, höchstens für einen Tagesausflug oder so, und zweitens, was noch wichtiger ist, nie zur richtigen Jahreszeit, also zur Heideblüte! Jetzt bietet sich die Gelegenheit, und so bin ich kurzerhand heute hierher gefahren, um diese wunderschöne Naturlandschaft in den nächsten Tagen etwas genauer zu erkunden, natürlich hauptsächlich wieder mit ausgiebigen Fahrradtouren. Hoffentlich habe ich einigermaßen Glück mit dem Wetter...

Mein erstes Ziel war ein an der Landesstraße L211 gelegener Großparkplatz in Oberhaverbeck. An den eigentlichen Bus- und PKW-Parkplatz schließt sich ein Bereich für etwa 30 Wohnmobile an; unter hohen Bäumen und auf Naturboden stehend, fühlt man sich hier eher in einem lichten Wald als auf einem Parkplatz. Mit 3 Euro tagsüber und 6 Euro für die Übernachtung sind die Kosten auch ganz ok, finde ich. Diesen Platz hatte ich mir im Vorfeld herausgesucht, weil man von hier aus viele Fahrradtouren machen kann; das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide liegt sozusagen gleich nebenan.

Weil ich morgens noch zum Einkaufen musste, kam ich hier erst gegen Mittag an, was mir mein Magen auch lautstark mitzuteilen versuchte! Ich wollte aber so schnell wie möglich auf's Fahrrad und eine erste Erkundung starten, deshalb kam mir ein kleiner Imbissstand am Eingang des Parkplatzes gerade recht; dort gab es eine zwar "schnelle", aber dafür überaus leckere Wurst, genauer gesagt, eine Heidschnuckenbratwurst, die mir wirklich ausgezeichnet gemundet hat, und mit der ich meinen Magen erst 'mal auf die Kaffeezeit vertrösten konnte...

Dann ging's aber endlich los! Einmal über die Straße, an den wenigen Gebäuden des winzigen Ortes Oberhaverbeck vorbei, und schon war ich mitten in der Natur, auf dem Weg nach Wilsede. Das Wetter war in Ordnung, auch wenn die Sonne eher selten zu sehen war, aber es war warm und vor allem trocken! In Wilsede habe ich mich erst einmal ein wenig umgesehen. Nur wenig kam mir bekannt vor, mein letzter Besuch war aber auch schon sehr viele Jahre her. Jetzt, zum Ende des Sommers und zu Wochenbeginn war hier nicht so viel los, allerdings reichen die Touristenströme offensichtlich immer noch aus, die vielen Pferdekutschen zu füllen, die von hier aus in alle Himmelsrichtungen starten.