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Samstag, 30. April 2016

Von Pinien und Zypressen...

Die Toskana hat viele Symbole! Geschichtsträchtige Städte mit imposanten Bauten, von Stadtmauern geschützte und hoch auf Hügeln liegende Dörfer, Kunstschätze bis zum Abwinken, weltbekannte Weine und Weingüter, typisch toskanisches Essen und vieles mehr...

Wenn ich an die Toskana denke, schweben mir sofort Bilder von sanften Hügeln vor, die je nach Jahreszeit grün oder bräunlich aussehen, hübsch und oftmals einsam gelegene Höfe und vor allem von Zypressen gesäumte Wege und Straßen, die zu ihnen führen. Alles eingebettet in eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft, die ein echter Genuss für die Augen ist. Diese Landschaft findet man nicht überall in der Toskana, hauptsächlich aber in der so genannten Crete Senesi und im Val d'Orcia, beides südlich von Siena gelegen.

Heute ist mein letzter Tag in der Toskana! Mein Tagesziel ist Montepulciano, wo der berühmte Vino Nobile herkommt. Mein Weg dorthin führt mich durch die beiden oben genannten Gebiete und so, wie ich es mir vorgestellt hatte, kam es dann auch: ich hielt so oft, wie es die Straßenverhältnisse erlaubten, an und fotografierte die schöne Landschaft, die ich in all den Tagen so noch nicht gesehen hatte...





Zwischenziel war Pienza, ein kleines Bergdorf, das mich ein wenig an Radda in Chianti erinnerte, mir aber deutlich besser gefiel.

Freitag, 29. April 2016

Siena

Heute habe ich mir Siena angesehen. Auch wieder eine sehr schöne Stadt, in meinen Augen irgendwie ein Mittelding aus Lucca und Florenz... und doch ganz anders. ;-)

Ich bin gestern von San Gimignano nach Siena gefahren und hab' mir, weil ich das für heute vorhergesagte gute Wetter richtig ausnutzen wollte, den Campingplatz Colleverde im Norden der Stadt ausgesucht und gleich zwei Übernachtungen gebucht. Der terrassenförmig angelegte, sehr schöne Platz liegt zwar etwas außerhalb, aber die Bushaltestelle ist nur 100 Meter entfernt und man ist in 20 Minuten in der Stadt.



Berühmt ist Siena unter anderem für den Palio, das angeblich härteste Pferderennen der Welt. Es wird auf dem zentralen Platz der Stadt, der Piazza del Campo, ausgetragen, dabei treten die siebzehn verschiedenen Stadtteile von Siena gegeneinander an. Leider findet das Rennen einmal im Juli und einmal im August statt, so hatte ich leider keine Möglichkeit, dieses tolle Spektakel mitzuerleben. Andererseits ist die Stadt dann auch hoffnungslos überfüllt; einen vernünftigen Platz zu bekommen, von dem aus man sich das Rennen ansehen kann, ist schon eine Kunst für sich und kostet vor allem sehr viel Geld!

Aber wenigstens konnte ich den Austragungsort, also den ebenso berühmten Campo, besuchen. Wenn man diesen zentralen Platz zum ersten Mal betritt, muss man nichts von Kunst oder Architektur verstehen; man "versteht" diesen Ort sofort! Man spürt seine schlichte Eleganz und hält sich dort gern auf. Die halbrunde, fast muschelförmige Form und ein leichtes Gefälle erzeugen eine ganz besondere Wirkung bei den Besuchern. Auf dem Platz selbst gibt's keine Restaurants, Cafés oder Souvenirläden, keine Bänke, Brunnen, Balustraden... einfach nichts! Man setzt oder besser legt sich einfach auf den Boden und genießt!




Siena hält natürlich noch viele andere Sehenswürdigkeiten bereit, über die man sich an anderer Stelle informieren kann.

Mittwoch, 27. April 2016

Manhattan des Mittelalters

Je weiter ich nach Süden fahre, desto schöner wird die Landschaft! Das kann man vom Wetter leider nicht sagen; immer wieder gibt's starke Bewölkung und die Temperaturen hatte ich mir eigentlich auch etwas anders vorgestellt. Aber ich sollte nicht unzufrieden sein; zwischendurch scheint immer wieder die Sonne, und an das Wetter in Deutschland mag ich gar nicht denken...

Heute bin ich zunächst nach Radda in Chianti gefahren; dieser kleine Ort liegt ebenfalls im Gebiet des Chianti Classico und hat eine nette kleine, auf einem Hügel liegende Altstadt, die mir allerdings nicht so sehr gefallen hat wie die Orte vorher. Mag auch daran liegen, dass ich wieder kurz vor der Mittagszeit dort war, dann wirkt immer alles wie "ausgestorben".

Mein Hauptziel heute war aber San Gimignano, das auch das "Manhattan des Mittelalters" genannt wird. Das liegt an den so genannten Geschlechtertürmen, von denen es im Mittelalter 72 gegeben haben soll; heute sind es noch 15. Damals versuchten die reichen Geschäftsleute, sich durch den Bau immer höherer Türme gegenseitig zu überbieten.


Der mittelalterliche Stadtkern gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist wirklich einen Besuch wert, auch wenn die vielen Souvenirläden mit dem immer gleichen Nippes manchmal nerven! Jährlich kommen mehr als 8 Millionen Besucher in das kleine Örtchen, eine Zahl, die kaum zu glauben ist. Mir hat es dort sehr gut gefallen; ich könnte mir vorstellen, diese Stadt in ein paar Jahren noch einmal zu besuchen...

Dienstag, 26. April 2016

Im Land des Chianti

Der Chianti ist der wohl bekannteste Wein Italiens und stammt, wie sollte es anders sein, aus dem Chianti-Gebiet, das ungefähr ein Drittel der gesamten Toskana ausmacht. Eine der Hauptstädte ist schon seit dem 13. Jahrhundert Greve in Chianti, eine 14.000-Seelen-Gemeinde, etwa 30 Kilometer südlich von Florenz.

Während früher alles, was nur halbwegs aus zermatschten Trauben bestand, Chianti genannt werden durfte und einfach nur als Synonym für italienischen Wein stand, gibt es heute strengere Regeln! Das Gebiet ist in neun Regionen aufgeteilt, das wichtigste ist das Chianti-Classico-Gebiet; der Gallo Nero ("Schwarzer Hahn") ist das Kennzeichen der dort produzierten Weine, deren Qualitätsmerkmale streng geprüft werden müssen.

Ich hatte mir vorgenommen, wenigstens ein Gläschen Chianti Classico Riserva zu trinken und eventuell auch eine Flasche mitzubringen, daher war Greve mein heutiges Reiseziel und meine Fahrt entsprechend kurz. Natürlich gibt's diese Weine auch bei uns, oder man bestellt sie online, aber vor Ort zu probieren und einzukaufen, ist ja doch noch etwas anderes...

Vor dem örtlichen Schwimmbad gibt's einen speziell für Reisemobile vorgesehenen, kostenlosen Platz, auf dem ich so früh am Tag natürlich kein Problem hatte, eine freie Parzelle zu ergattern.

Kurz darauf saß ich bereits auf dem Fahrrad, um den Ortskern mit dem historischen Marktplatz und die nähere Umgebung zu erkunden. Im Ort war um die Mittagszeit "tote Hose", so, wie es wohl in ganz Italien üblich ist. Also raus aus dem Ort...

Fahrrad fahren in der Toskana ist so eine Sache! Solange man sich auf der Hauptstraße oder einigen wenigen Parallelstraßen aufhält, ist alles in Butter. Sobald man aber kleinere Straßen wählt und den Ort verlässt, wird's ganz schnell ganz steil!


Ich habe zwar ein eBike, aber irgendwann nützt auch das nichts mehr; wieder einmal war intensives Schieben (oder besser Ziehen!) angesagt. Und mein Bike wiegt, mit Akku und Gepäcktaschen, fast 30 kg! Aber was soll's, Bewegung tut gut, und die Aussicht, die man sich von erhöhter Stelle über die schöne Landschaft erarbeitet hat, lohnt die Schinderei. Auf der Rückfahrt habe ich, ganz unfreiwillig, direkt 'mal einen kleinen Schnupperkurs im Mountainbiking absolviert! Macht viel Spaß; ich glaube, zuhause muss ich 'mal neue Bremszüge einziehen lassen... ;-)

Montag, 25. April 2016

Sieben Tage in Florenz...

...waren für mich leider nicht drin, das gab meine Planung für meine erste Toskana-Reise, auf der ich natürlich auch noch andere Orte kennenlernen möchte, nicht her! Ich finde aber, so viel Zeit müsste man mindestens einplanen, wenn man Florenz etwas genauer erkunden möchte, vor allem seine historische Bedeutung in Sachen Politik und Kunst! Ich habe hier einen ganzen Tag investiert, um mir zumindest einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Florenz ist der Hammer! Sowohl die Stadt selbst mit ihren vielen unglaublich schönen und bedeutenden Gebäuden als auch das irgendwie doch faszinierende Menschengewimmel, das selbst jetzt, in der Vorsaison, niemals nachlässt, ziehen wohl jeden Besucher in den Bann! Überall stolpert man über Galileo Galilei, Michelangelo, Leonardo Da Vinci, Botticelli, die Medici, Donatello oder Machiavelli. Ich bin zwar nicht so versiert, für jeden dieser Namen sofort einen umfassenden Vortrag  bereithalten zu können, aber ich weiß genau, das waren extrem wichtige Leute... ;-)

Will man sich einige Gebäude von innen ansehen, ist man bei nur einem zur Verfügung stehenden Tag natürlich sofort verloren! Für den Dom und die Taufkirche (das Baptisterium) muss man z.B. gleich 15,- EUR herausrücken, die Uffizien erfordern manchmal, wenn man nicht gerade im Voraus reserviert hat, bis zu zwei Stunden Wartezeit! Ich habe mich daher ganz auf die Erkundung "von außen" konzentriert, mit Ausnahme der Besichtigung einer Basilika zum Schnäppchenpreis von nur fünf Euro!

Am Morgen habe ich zunächst eine kleine Fahrradtour unternommen. Ziel war ein mir schon aus dem Internet von vielen Reiseberichten her bekannter Platz, dem Piazzale Michelangelo! Von diesem hoch gelegenen Aussichtspunkt am Südufer des Arno hat man einen faszinierenden Blick auf die gesamte Stadt und den Fluß. Die Tour führte überwiegend am Arno entlang und ging kurz vor dem Ziel in ziemlich schlimme Steigungen über, bei denen ich mein Fahrrad nur noch schieben konnte. Ziemlich erschöpft kam ich oben an und wurde sofort mit einer Unmenge von tollen Fotomotiven belohnt. Busse kamen und gingen im Minutentakt, eine große Menschenmenge versuchte wieder einmal, DAS Selfie zu machen und die Souvenir-Verkäufer taten ihr Bestes, um auf sich aufmerksam zu machen.











Danach fuhr ich zur berühmtesten Brücke von Florenz, der Ponte Vecchio, auf der natürlich ebenfalls ein reges Treiben herrschte.

Sonntag, 24. April 2016

Nach Florenz...

Die Nacht war unruhig! Da ich nicht auf einem Wohnmobil-Stellplatz, geschweige denn auf einem Campingplatz, sondern auf einem öffentlichen Parkplatz am Sportstadion gestanden hab', war das natürlich kein Wunder! Solche Plätze scheinen in Italien vorrangig auch Treffpunkt für junge Leute zu sein, die sich mit ihren Fahrzeugen zu allen möglichen und eben auch unmöglichen Uhrzeiten zu anderen Gesellen gesellen, eine Runde schwatzen, um dann schließlich irgendwann wieder wegzufahren. Obwohl die Bahnlinie direkt vor meiner Nase verlief, war sie das deutlich kleinere Problem! Als gegen vier Uhr morgens die gesamte Besatzung eines italienischen Wohnmobils ihr Fahrzeug verließ, lautstark diskutierte, zu einem PKW aus Frankreich(!) lief, um dort weiter zu lamentieren, und ich absolut keine Ahnung hatte, worum es überhaupt ging, gab ich endlich auf, machte mir Licht und suchte im Internet nach medizinischen Abhandlungen über italienische Stimmbänder. Irgendwann wurde es dann aber tatsächlich ruhiger und ich konnte meine Recherchen (erfolglos!) beenden und wieder einschlafen...

Der nächste Morgen war wieder von bedecktem Himmel und hin und wieder auch Regen geprägt. Ohne große Eile verlief meine Morgenroutine und ich fuhr danach nach Florenz, eine kurze Fahrt von höchstens 90 Minuten. Ich musste die gesamte Stadt erst südlich, dann nördlich des Arno-Ufers von West nach Ost durchqueren, um zum Stellplatz zu kommen, den ich mir zuvor ausgesucht hatte:

Der Platz heißt Camping Firenze, ist relativ neu, nur für Wohnmobile und hat wieder, so wie schon der in Lucca, so ziemlich alles an Annehmlichkeiten, was man sich als WoMo-Fahrer wünscht! Er liegt direkt am Nordufer des Arno, und man ist entweder mit dem Fahrrad in ca. 15 Minuten in der Innenstadt oder man nimmt für kleine 1,20 EUR einfach den Bus; die Haltestelle ist keine 10 Minuten vom Stellplatz entfernt.

Die meisten Parzellen sind leicht schräg, so dass man die Auffahrkeile benutzen muss, um einigermaßen gerade stehen zu können. Durch den vielen Regen war der Boden allerdings so aufgeweicht, dass ich meine liebe Mühe hatte, auf die Keile aufzufahren. Die Vorderräder drehten entweder auf dem matschigen Boden durch oder rutschten von den Keilen wieder herunter. Nachdem ich die gesamte Parzelle so dermaßen verwüstet hatte, dass sie mir für den Preis von 21,50 EUR pro Nacht schlicht zu teuer vorkam, suchte ich mir einfach eine neue; dort klappte es dann besser! Hannelores Schuhe sahen aus wie eine Elefantenherde nach dem ersten Schlammbad am Ende einer langen Dürreperiode (hatte ich schon erwähnt, dass mein Wohnmobil entgegen meinem ausdrücklichen Willen von anderen Menschen einfach "Hannelore" getauft wurde?).


Den Rest des Tages verbrachte ich im oder am Wohnmobil, bereitete mich auf den morgigen Besuch einer der schönsten Städte der Welt vor und genoss den schönen, endlich sonniger werdenden Abend...




Samstag, 23. April 2016

Land unter!

In der vergangenen Nacht und heute bis zum Nachmittag hat's geschüttet, als ob's kein Morgen gäbe! Dabei gibt's ein Morgen, und da soll es auch noch regnen!

Aufgrund der Vorhersage wusste ich natürlich, wie das Wetter wird, und von daher hatte ich für heute kein "wichtiges" Ziel ausgesucht! Ich bin nach Montecatini Terme gefahren, ein Kurort, der seine besten Zeiten schon lange hinter sich hat, aber auch heute noch eines der größten und berühmtesten Heilbäder Italiens ist.

Die Fahrt von Marina di Pisa hierher war mehr als abenteuerlich! So viel Regen habe ich schon lange nicht mehr erlebt!

Die Scheibenwischer kamen überhaupt nicht so richtig zum Zug, es tobte ein Gewitter auf einem großen Teil der Strecke, an die vielen Blitze konnte ich mich gar nicht gewöhnen, die Straße und Schlaglöcher, Markierungen usw. waren überhaupt nicht mehr zu erkennen, sondern nur noch Wasser, es herrschte durch das Regengetrommel auf das Dach ein Höllenlärm im Wohnmobil, sodass ich keine Ahnung hatte, was mir meine Navi-Tante alles erzählen wollte! Und als ob sie diese Situation so richtig auskosten wollte, hörte sie überhaupt nicht mehr auf, mich vollzutexten, erst, als es dann in abenteuerlichen Serpentinen den Berg 'rauf ging und auf der viel zu engen Fahrbahn ein LKW nach dem anderen entgegen kam, wurde sie endlich etwas wortkarger... ;-)

Freitag, 22. April 2016

Meine Pisa-Studie

Heute Morgen konnte ich mir sehr viel Zeit lassen! Es ist zwar Abreisetag, da ist morgens immer mehr zu erledigen als an anderen Tagen, aber vor 9:30 Uhr tut sich laut Aushang in der Rezeption des Stellplatzes 'mal überhaupt gar nichts, also sind auch die Ein- und Ausfahrschranken noch verschlossen. Ich sollte allerdings noch lernen, dass 9:30 Uhr in Italien durchaus auch 09:57 Uhr bedeuten kann; genau dann kam nämlich der gute Mann gemütlich mit seinem Fahrrad angeradelt... ;-)

Als heutiges Ziel hatte ich mir Pisa ausgesucht, allerdings wollte ich einfach nur ein paar Fotos auf der Piazza dei Miracoli, also dem "Platz der Wunder" machen. Wenn man schon 'mal in der Gegend ist, sollte man sich den berühmten Schiefen Turm natürlich auch ansehen, zumal es das erste Mal für mich wäre.

In Pisa kommen zwei große Parkplätze in Frage, auf denen man mit dem WoMo entweder für ein paar Stunden oder auch über Nacht stehen kann, allerdings kommt es dort nicht gerade selten vor, dass man sich nach dem Besuch der "Wunder" überraschenderweise mit der Polizei, seiner Versicherung und einer Werkstatt in Verbindung setzen muss oder sich sogar gleich nach einem neuen Wohnmobil umsehen darf! Deshalb habe ich eine etwas sicherere Alternative gewählt und bin nach Marina di Pisa gefahren; dieser kleine Vorort von Pisa liegt direkt am Ligurischen Meer, also am Mittelmeer, genauer gesagt, an der Mündung des Arno. Der Parkplatz dort kostete 12 Euro und war bis zum Abend mit Wohnmobilen fast bis auf den letzten Platz belegt.

Von dort aus habe ich eine 35-km-Fahrradtour nach Pisa und zurück unternommen und war so auf dem "Platz der Wunder" vor "Wundern der nicht so angenehmen Art" sicher!

Der Platz, der eigentlich Piazza del Duomo heißt, ist wirklich beeindruckend! Ich hatte ihn mir zwar etwas größer vorgestellt, aber die drei Gebäude, die sich dort auf einer hübschen, grünen Rasenfläche präsentieren, lassen so etwas wie Ehrfurcht aufkommen! Das Baptisterium (die größte Taufkirche der Welt und höher als der Turm), der Dom Santa Maria Assunta und sein Campanile, eben der Schiefe Turm, bilden ein imposantes Ensemble.


Fast ebenso interessant ist es aber, die vielen Menschen zu beobachten und ihre unglaublichen Verrenkungen, die nötig sind, um auf Fotos den Turm zu stützen, anzufassen, zu streicheln, zu tragen und was weiß ich noch alles... Ich glaub', ich habe auf einem so kleinen Areal noch niemals in meinem Leben Menschen aus so vielen unterschiedlichen Nationen gesehen! Den jungen, freundlichen Mann aus Kamerun, der von 10 Jahren in Dortmund als LKW-Fahrer gearbeitet hat, ein paar Brocken deutsch spricht und mir jetzt eine "wirklich echte" Rolex für 15 Euro anbot, hatte ich nach drei Minuten soweit, dass er mir meine Apple Watch abkaufen wollte... ;-)

Donnerstag, 21. April 2016

Lucca, die Schöne...

Lucca ist wirklich schön! Auf diese Stadt habe ich mich besonders gefreut, und ich bin richtig froh, dass ich gleich am Anfang meiner Toskana-Reise einen solchen Volltreffer erwischt habe!

Die Stadt hat etwa 90.000 Einwohner und liegt im Tal des Flusses Serchio, etwa 20 km nordöstlich von Pisa. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte Lucca zu den einflussreichsten Städten Europas.

Serchio, genauer gesagt Il Serchio, heißt auch der Stellplatz nordwestlich der Altstadt, der allerdings eher einem Campingplatz gleicht. Die einzelnen Parzellen sind durch hübsche Hecken getrennt und auch sonst passt hier wirklich so gut wie alles. Nach der langen Anreise und auch, weil ich die Stadt möglichst ausführlich erkunden wollte, habe ich mich hier gleich für zwei Tage einquartiert.



Gestern habe ich zwei wunderschöne Radtouren unternommen; die eine, eher kurze, auf dem alten Stadtwall entlang, der einmal komplett um die Altstadt herumführt. Am Spätnachmittag ging es dann noch einmal los, am Fluß entlang, weit außerhalb des Orts und wieder zurück.

Dienstag, 19. April 2016

Parkplatzsuche in Pontremoli

Zweieinhalb Tage habe ich für die Anreise gebraucht, aber jetzt ist es geschafft! Ich stehe mit dem WoMo auf einem einfachen Parkplatz am Ortsrand von Pontremoli, einem kleinen Ort mit sehenswerter Altstadt am Rand der Toskana.

Nachdem ich gestern Hanna und Morris in der (fast) südwestlichsten Ecke Deutschlands besucht habe, ging es heute Morgen sehr früh los. Je weiter es in die Alpen hinein ging, desto besser wurde das Wetter; ab dem Tessin bis hierher war es fast durchgehend etwa 22 Grad warm.


Als ich hier ankam, fuhr ich direkt zu einem Parkplatz gegenüber der Altstadt, den ich mir im Vorfeld bereits aus einem Reiseführer ausgesucht hatte. Der entpuppte sich aber leider als riesige Baustelle, sodass ich weiterfahren musste. Nach einer ziemlich anstrengenden Suche wollte ich schon fast aufgeben und mein Glück weiter im Süden, Richtung La Specia, suchen. Dann fand ich aber den bereits erwähnten Platz am Ortseingang, auf dem ich nicht nur offiziell stehen darf (kein PKW-Zusatzschild), sondern auch noch kostenlos ;-)


Nach einem obligatorischen Feierabend-Bier machte ich einen ausgiebigen Walk durch die Altstadt. Der Ort liegt sehr idyllisch in einem Tal zwischen teilweise sehr hohen Bergzügen (ich bin hier immer noch in den Apenninen) und wird durch zwei kleine, hübsche Flusssysteme geteilt.


Nach der Rückkehr gab's etwas zu essen, jetzt schreibe ich an diesem Blogeintrag und muss zugeben, dass ich doch schon ziemlich müde werde; lange werde ich wohl nicht mehr wach bleiben... ;-)

Morgen geht's wahrscheinlich nach Lucca, nur etwa 1,5 Stunden entfernt, auf einen campingplatzähnlichen Stellplatz; zur Abwechslung 'mal eine recht kurze Fahrt!

Samstag, 16. April 2016

Die Toskana ruft...

Meine erste größere Reise mit dem neuen Wohnmobil steht kurz bevor: Morgen Abend geht's in Richtung Süden, in die Toskana! Drei Wochen habe ich dafür vorgesehen, das sollte für einen ersten Besuch ja wohl ausreichend sein. Auf dem Rückweg möchte ich noch einen oder zwei Tage Venedig besuchen und eventuell noch eine Übernachtung am Gardasee einlegen.

Das Wohnmobil ist vorbereitet und fast abfahrbereit; Kühlschrank und Eisfach sind randvoll und genügend Getränke sind gebunkert. Hoffentlich habe ich nichts vergessen...

Das Foto zeigt einen Teil meiner sorgfältig zusammengestellten Reiseapotheke, ein Spezialmittel gegen akute Unterhopfung... ;-)