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Mittwoch, 21. September 2016

Auf der Halbinsel Crozon

Wenn man den äußersten Westen der Bretagne auf der Karte betrachtet, dann sieht dessen Küstenlinie mit etwas Fantasie aus wie ein geöffnetes Maul mit einer riesigen, kreuzförmigen Zunge darin. Diese Zunge wird durch die Halbinsel Crozon gebildet. Zwei Drittel dieser Halbinsel gehören zum 90.000 Hektar großen Naturpark Parc Naturel Régional d’Armorique, der zwar tief ins Landesinnere reicht, aber hauptsächlich dazu dient, die fantastischen Küstenlandschaften sowie die Inseln vor der bretonischen Westspitze zu schützen. Diese Gegend, vor allem die drei "Zungenspitzen" mit ihren Caps und Pointes, habe ich mir heute etwas genauer angesehen.

Die Fahrt von Plougastel-Daoulas auf der gut ausgebauten N165 nach Le Faou, das man als Eingang zur Halbinsel Crozon bezeichnen könnte, dauerte nur knapp 30 Minuten, danach ging es auf der landschaftlich reizvollen D791 etwa 30 km in Richtung Westen bis zum Namensgeber der Insel, dem kleinen Städtchen Crozon.

Diesen in der Hochsaison von Touristen bevölkerten Ort hätte ich mir wahrscheinlich auch näher ansehen sollen, aber da ich mir heute viel vorgenommen hatte, bin ich gleich weiter Richtung Süden zu meinem ersten Etappenziel gefahren, dem Cap de la Chèvre (deutsch: Kap der Ziege). Dort gibt es ausgedehnte Wanderwege, die an malerischen Klippen vorbei über große Heideflächen führen, und man hat eine wirklich tolle Aussicht aufs Meer, vorausgesetzt natürlich, man hat schönes Wetter!

Nun, schönes Wetter hatte ich wieder 'mal nicht gerade; es war noch ziemlich bedeckt und auch etwas kalt, aber wenigstens hat's nicht geschüttet. Vom großen Parkplatz aus sind's nur ein paar Schritte zum Sémaphore du Cap de la Chèvre, ein als optischer Telegraph dienendes, leuchtturmähnliches Gebäude, das von der französischen Marine betrieben wird und nicht öffentlich zugänglich ist. Etwas weiter, direkt an der Steilküste, trifft man auf das Mémorial de l'Aéronautique Navale, ein Ehrendenkmal für gefallene französische Flieger.



Die mittlere der drei "Zungenspitzen" war mein nächstes Ziel; lustigerweise besitzt diese wiederum drei kleine Spitzen (das "Apfelmännchen" aus längt vergangenen Schulzeiten lässt grüßen...). Zunächst besuchte ich das kleine Städtchen Camaret-sur-Mer, einst ein bedeutender Fischereihafen, wo mir die quietschbunten Fassaden der vielen Lokale entlang des Hafens besonders gut gefallen haben.





Am südwestlichen Ortsrand befinden sich die Alignements de Lagatjar, eine Anordnung von mehr als 70 Menhiren in drei Reihen, von denen ich natürlich auch ein paar Fotos machen musste...



Danach ging es wieder Richtung Süden zur Pointe de Penhir, dem wohl schönsten Aussichtspunkt auf der Crozon-Halbinsel; dort war auch endlich das Wetter wieder ganz passabel. Von einer 70 m hohen Klippe bietet sich ein fantastischer Panoramablick, darunter donnert das Meer gegen die Felsen und eine Reihe von kleinen Inseln, die den Namen Tas de Pois (deutsch: Erbsenhaufen) tragen. Hier legte ich eine kleine Sandwich-Pause ein, bevor ich mir diese Felsspitze etwas genauer ansah.





Direkt an der Abbruchkante, westlich des Parkplatzes, steht ein wuchtiges Denkmal, das an die bretonischen Freiwilligen, die sich im zweiten Weltkrieg General de Gaulles Widerstands-Streitmacht angeschlossen hatten, erinnert.



Nachdem ich mir hier alles angesehen hatte, fuhr ich zurück nach Camaret-sur-Mer und dann auf die D355 nach Norden; die 25-km-Rundfahrt um die nördlichste der drei "Zungenspitzen", bei der man Brest plötzlich wieder sehr nahe kommt (nur 5 km Luftlinie, auf Straßen dagegen mehr als 70 km), war sehr abwechslungsreich.

Gegen 16:00 verließ ich schließlich die Halbinsel Crozon und steuerte, weil es noch nicht so spät war, bereits das Ziel an, das morgen auf meinem Programm stand, die Pointe du Raz, einem 3-Sterne-Highlight jeder Bretagne-Reise...

Dienstag, 20. September 2016

In Brest

Heute stand die Hafenstadt Brest als Hauptziel auf meinem Programm, nur ca. 30 km vom gestrigen Übernachtungsplatz entfernt.

Ich hab' wie immer ausgezeichnet geschlafen, bin gegen 8 Uhr aufgestanden und fuhr dann nach dem Frühstück zunächst ins Landesinnere zum 8 km entfernten bekannten Menhir de Kerloas. Dabei handelt es sich um Frankreichs größten noch aufrecht stehenden Menhir (vorgeschichtlicher, hochragender Steinblock, besser auch als "Hinkelstein" bekannt). Es gibt dort einen kleinen Parkplatz, von dort aus musste ich noch ca. 150 m über einen matschigen Feldweg laufen, natürlich wieder 'mal bei Regen!


Der 9,5 m hohe und etwa 150 to schwere Granitklotz steht dort ganz allein und sieht auch gar nicht 'mal besonders spektakulär aus, aber seine schiere Größe beeindruckt einen dann doch, ob man will oder nicht. Und man fragt sich sofort, wie, um Himmels willen, hat man damals eigentlich solche Massen bewältigen können und vor allem, wozu? Die tatsächliche Funktion solcher Menhire ist nämlich auch heutzutage noch völlig unklar!

Belegt ist allerdings, dass die Menschen in der Umgebung früher jahrelang einen eigenartigen Aberglauben pflegten: Junge Paare kamen vor ihrer Vermählung nachts an diesen Ort und rieben ihre Körper an dem Stein, in der Hoffnung, schöne Kinder zu bekommen!

Find' ich klasse, aber ich würde wohl 'ne Menge Heftpflaster benötigen, wenn ich das auch 'mal ausprobieren würde, denn die Oberfläche des Steins ist, obwohl es auf den ersten Blick nicht so scheint, alles andere als glatt... ;-)

Das zweite Etappenziel, immer noch am frühen Morgen, lag wieder an der Küste; ich wollte mir nämlich, obwohl das Wetter wirklich nicht besonders nett zu mir war, den westlichsten Punkt Kontinentalfrankreichs ansehen, die Pointe de Corsen.

Eigentlich wird immer die Pointe du Raz, weiter südlich in der Bretagne, als westlichster Punkt Frankreichs bezeichnet, u.a. weil sie deutlich attraktiver ist, aber das ist falsch! Ähnliches trifft ja auch auf das Nordkap zu, das eben auch nicht der nördlichste Punkt des europäischen Festlands ist, aber immer als solcher beworben wird; darüber hatte ich mich ja schon in diesem Blogeintrag ausgelassen.


Eine runde Übersichtstafel auf einer schlichten Aussichtsterrasse erklärt die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge.


Jetzt ging es aber endgültig nach Brest! Ich muss gestehen, dass ich diese große und für die französische Marine so bedeutende Hafenstadt eigentlich nur der Vollständigkeit halber in meine Planung einbezogen habe und im Vorfeld so rein gar nichts von ihr wusste! Vor ein paar Tagen hatte ich in meinem Reiseführer allerdings von dem dort ansässigen Aquarium gelesen, das als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt beschrieben wurde und angeblich einzigartig in seiner Art sein sollte; das wollte ich mir unbedingt 'mal ansehen. Weitere Aktivitäten wollte ich dann erst vor Ort und nach dem Besuch des Aquariums entscheiden.

Gesagt, getan! Ich fuhr also die relativ kurze Strecke nach Brest, steuerte den riesigen und kostenlosen Parkplatz neben der Anlage an und besuchte dann das Océanopolis, wie das Aquarium hier heißt.


Dieses Aquarium sollte man wohl besser als Erlebnispark bezeichnen; auf über 9.000 qm und in drei unterschiedliche Themen-Pavillons (polare, tropische und gemäßigte Klimazone) unterteilt, kann man in fast 70 Aquarien mehr als 10.000 Tiere bestaunen! Um alles genauer zu erforschen, benötigt man sicher ein paar Tage! Bezeichnend ist, finde ich, dass ca. 60% aller französischen Meeresforscher und Ozeanographen hier in Brest arbeiten!

Ich habe dort, inklusive einer Mittagspause im Restaurant, etwa 2,5 Stunden verbracht und war sehr beeindruckt! Hier findet man endlich 'mal zu fast jeder Hinweistafel auch die englische und oftmals sogar die deutsche Übersetzung, sodass man sich nicht nur auf reines Anschauen beschränken muss, sondern auch dabei ein wenig lernt. Wer Brest besucht, sollte dieses Aquarium auf keinen Fall auslassen!





Ich war am frühen Nachmittag wieder am Wohnmobil, deshalb entschied ich mich noch für eine kleine Radtour in die Stadt; das Wohnmobil konnte ich bis 17:00 Uhr hier auf dem Parkplatz stehen lassen. Bis ins Stadtzentrum waren es etwa vier Kilometer, immer am Hafen entlang.


Aufgrund seiner geschützten Lage an der Bucht von Brest, einer tief ins Land ragenden Bucht des Atlantiks, sowie des natürlichen Hafens im Bereich der Mündung des kleinen Flusses Penfeld ist Brest seit Jahrhunderten ein bedeutender Marinehafen Frankreichs. Neben dem Aquarium gilt die Brester Festung (Chatéau de Brest) als zweites Wahrzeichen der Stadt; von dort aus hat man einen schönen Überblick auf die Bucht, die Flussmündung und auf Teile des Marinehafens.



Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt durch Kämpfe und Bombardierungen der Alliierten sehr stark zerstört und später wieder komplett aufgebaut; weil aber von der historischen Bausubstanz kaum etwas übrig geblieben ist, macht Brest heute eher den Eindruck einer Stadt ohne eigenen Charakter, zwar modern und offen, aber mit vielen nüchternen Betonbauten und irgendwie mit wenig überzeugendem Ostblock-Charme. Dies hatte ich schon im Vorfeld gelesen und ich muss sagen, dass diese Beschreibung leider durchaus zutrifft!




Zum Abschluss meiner Radtour fuhr ich vom Stadtzentrum wieder zurück zum Fischereihafen und dann zum Jachthafen und machte dort noch ein paar Fotos; schließlich ging es (bei leichtem Regen) wieder zurück zum Wohnmobil.


Weil ich, wie schon gesagt, auf diesem Parkplatz nicht über Nacht stehen durfte, musste ich noch ein Stückchen aus der Stadt herausfahren. Weil ich aber keine große Lust mehr hatte, noch viel zu fahren (und es dazu auch schon etwas zu spät war), suchte ich mir mithilfe meiner Promobil-App einen Übernachtungsplatz in der Nähe; die Wahl fiel auf einen einfachen, dafür ebenfalls kostenlosen Parkplatz gegenüber einer Sporthalle im kleinen Ort Plougastel-Daoulas, nur etwa 10 Kilometer entfernt.

Montag, 19. September 2016

Am Ende der Welt

Mittlerweile hab' ich endgültig den westlichsten Zipfel der Bretagne erreicht, der im französischen Département Finistère liegt. Aufgrund seiner Lage auf der Spitze der bretonischen Halbinsel bekam diese Region bereits zu römischer Zeit den Namen Finis Terrae verpasst, was soviel wie Ende der Erde bedeutet. Gleichzeitig gehören die Küstenabschnitte, die ich von nun an besuchen werde, auch nicht mehr zum Ärmelkanal, sondern zum Atlantik.

Meine heutige Tour, etwas mehr als 100 Kilometer, habe ich wieder in verschiedene Teilabschnitte unterteilt und mir dabei mehrere Orte, Strände und andere Sehenswürdigkeiten angesehen, von denen ich hier in diesem Bericht aber lediglich die alte Korsarenstadt Roscoff, ein paar Kilometer nördlich von Saint-Pol-de-Léon gelegen, hervorheben möchte.

Das Wetter war tagsüber leider ziemlich mies. Es gab zwar nur wenig Regen, aber von der Sonne hab' ich so gut wie nichts gesehen; mein Fahrrad kam deshalb nur bei einer kleinen Erkundungstour in Roscoff zum Einsatz.

Roscoff hat ungefähr 3.500 Einwohner und liegt direkt am Wasser; der sehr geschäftige und durchaus sehenswerte Hafen ist Ausgangspunkt und Ziel für die riesigen Fähren der Reedereien Brittany Ferries und Irish Ferries, die von hier aus den Kanal und die Irische See überqueren, um England und Irland zu erreichen.



Neben dem Hafen hat mir auch die Altstadt von Roscoff sehr gut gefallen; die typisch bretonische Bauweise der grau-braunen Granitsteinhäuser und die modernen und manchmal ziemlich skurrilen Läden in deren Inneren bilden einen sehr schönen Kontrast. Auch den imposanten Renaissance-Turm der Kirche Notre-Dame-de-Kroaz-Baz kann man durchaus als Highlight bezeichnen.




Nach Ende meiner Stadtbesichtigung und der Rückkehr zum Wohnmobil, das auf einem großen Parkplatz am Bahnhof stand, verstaute ich das Fahrrad und setzte ich meine Tour fort.

Je näher ich meinem heutigen Ziel, einem Wohnmobilstellplatz direkt an der Küste von Lampaul-Plouarzel kam, desto besser wurde das Wetter; bei meiner Ankunft hatte sich die Sonne endgültig durchgesetzt und ich durfte den restlichen Nachmittag und den Abend bei schönstem Wetter genießen.


Nach einer kleinen Cappuccino-Pause und einem Stückchen Kuchen entschloss ich mich daher, das Fahrrad doch noch ein zweites Mal aus der Heckgarage zu holen und mich ein wenig in der Gegend umzusehen. Ich umfuhr eine kleine Bucht mit wunderschönem Sandstrand, in der sich viele kleine weiße Boote "sonnten".





Mein Hauptziel für morgen ist die Hafenstadt Brest, die Hauptstadt des nördlichen Finistère und die westlichste Stadt Frankreichs; bin gespannt, was mich dort erwartet...



Sonntag, 18. September 2016

Viel Steine gab's und wenig Brot

Zwar bin ich weder Kaiser Rotbart, noch kann man die Bretagne als "das heil'ge Land" bezeichnen, aber meine Wanderung an der Küste von Ploumanac'h heute morgen erinnerte mich unwillkürlich an diese berühmten Zeilen aus dem Gedicht von Ludwig Uhland über den wackeren Schwaben!

Ploumanac'h ist ein kleiner Hafenort an der Nordküste der Bretagne, war früher selbstständig und gehört heute zur Gemeinde Perros-Guirec. Der hier 4 km lange, so genannte Zöllnerweg, der Sentier des Douaniers, führt von Ploumanac'h bis nach Perros-Guirec an der Küste entlang und wurde damals angelegt, um Schmugglern und Piraten das Handwerk zu legen.

Heute findet man entlang dieser Strecke die wildesten und bizarrsten Felsskulpturen der gesamten Côte de Granit Rose. Versteht sich, dass man dort selbst am frühen Morgen oder gegen Abend niemals ganz allein unterwegs ist; auch Parkplätze sind dünn gesät, erst recht für Wohnmobile.

Da ich in Trégastel übernachtet hatte, musste ich in Ploumanac'h zunächst 'mal eine geeignete Parkmöglichkeit finden, denn zu Fuß wäre es doch ein wenig zu weit gewesen, und das Fahrrad kann ich natürlich bei einem Küstenwanderweg dieser Art überhaupt gar nicht gebrauchen!

Mein Reiseführer empfahl mir einen großen Parkplatz in der Nähe des Jachthafens, aber diese Information war leider schon wieder überholt: bereits kurz nach der Ortseinfahrt sah ich ein Schild, das ein Durchfahrtverbot für Wohnmobile anzeigte. Freundlicherweise machte ein Zusatzschild aber gleichzeitig auf einen Ausweichplatz aufmerksam; der entpuppte sich als ehemaliger Sportplatz, der zu einem riesigen Parkplatz umfunktioniert wurde.

Beim Anblick des Parkautomaten musste ich unwillkürlich schmunzeln; hier gab man sich ja richtig international und wies mit einem überdimensionalen Schild auf den Automaten hin, und zwar in gleich drei verschiedenen Sprachen! Dass dabei allerdings "Strafzettel" anstelle des korrekten deutschen Worts verwendet wurde, regte sofort meine Fantasie an: Wer hier also meint, ein Parkschein sei ein allzu überflüssiger Luxus, der kann sich hier gleich einen dazu passenden Strafzettel ziehen und muss nicht erst auf die Politessen warten... ;-)


Von hier aus hatte ich ein gutes Stückchen zu laufen, um zunächst den Ort und danach den Jachthafen zu erreichen, an dessen Ende der oben erwähnte Zöllnerweg startete. Das machte aber nichts, denn es war noch sehr früh (und daher nicht zu warm) und das Wetter war ausgezeichnet!

Ein paar Minuten war ich bereits auf dem Wanderweg unterwegs, da kam auch schon eine bezaubernde kleine Insel in mein Blickfeld, auf der sich das hübsche Château de Costaérès befindet, ein neugotisches Schlösschen aus dem 19. Jahrhundert; seit 1988 ist es der Zweitwohnsitz des deutschen Schauspielers und Kabarettisten Dieter Hallervorden!


Kurz darauf passiert man den Plage de Saint-Guirec; von dort aus bieten sich wunderschöne Blicke auf die kleine, vorgelagerte Bucht; die Felsen links und rechts sind hier noch von sehr viel Grün umgeben.




Wandert man weiter, gelangt man auf den spektakulärsten Abschnitt des Küstenwegs! Hier bieten sich einem Granitfelsen, wohin das Auge blickt. Die imposanten, von Wind und Wellen geformten Steinansammlungen sind bis zu 20 Meter hoch und mehr als 300 Millionen Jahre alt; ihre rosa- oder orangefarbenen Töne kommen am intensivsten bei tief stehender Sonne zum Vorschein; in dieser Beziehung hatte ich heute wirklich viel Glück!




Sehr schön eingebettet in diese urtümliche Landschaft ist auch der um 1945 erbaute und 15 m hohe Leuchtturm, der Phare de Mean Ruz.


Hin und wieder sieht man auch die typisch bretonischen Landhäuser, deren Baumaterial wohl ebenfalls aus dieser Gegend zu stammen scheint.



Ganz klar, dass viele der Felsen die Fantasie der Touristen anregen; es gibt die unterschiedlichsten Namen für diese von der Natur perfekt geformten Skulpturen; wie wär's z.B. mit einem Delphin? Einer Schildkröte? Oder einer Flasche?




Aber auch die größeren Ansammlungen von einzelnen oder zusammenhängenden Steinen sind absolut sehenswert und ihrer Art teilweise sehr unterschiedlich.






Diese sehr empfehlenswerte Küstenwanderung endete für mich gegen Mittag bei einem Parkplatz in der Nähe eines Campingplatzes; von hier aus ging es wieder zurück zum Wohnmobil.


Für meine heutige Übernachtung habe ich mir einen sehr schönen Campingplatz in der Nähe des Orts Saint-Pol-de-Léon ausgewählt. Bevor ich die etwa 80 km lange Fahrt dorthin begann, wollte ich allerdings noch etwas einkaufen und steuerte daher einen großen Supermarkt in Trégastel an. Nachdem ich schnell einen Einkaufszettel mit den benötigten Lebensmitteln geschrieben und, wie üblich auf einem Supermarktparkplatz, mein Wohnmobil "verriegelt und verrammelt" hatte, stand ich am Eingang des Gebäudes plötzlich vor verschlossener Tür, um dann blitzschnell festzustellen, dass heute ja Sonntag war! Ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell man die übliche Einteilung in Woche und Wochenende vergessen kann, wenn man auf Reisen ist, oder...? ;-)